Brief an die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Dobersdorf

Gabriele Kalinka                                                              5. Juni 2018
Schleser Weg 6
24232 Dobersdorf

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Dobersdorf,

am Donnerstag, 14. Juni 2018, 19 Uhr, findet die konstituierende Sitzung der neuen Gemeindevertretung Dobersdorf im Feuerwehrgerätehaus in Tökendorf statt. Dann wird der/die neue Bürgermeister/in für unsere Gemeinde gewählt. Die Bürgergemeinschaft Dobersdorf und die SPD haben bei der Kommunalwahl gemeinsam die Mehrheit der Sitze in der neuen Gemeindevertretung erhalten und mir inzwischen mitgeteilt, dass sie Frau Maever-Block zur zukünftigen Bürgermeisterin in Dobersdorf wählen werden.

Für mich persönlich geht damit ein langer und interessanter Lebensabschnitt zu Ende, - die aktive
Teilnahme an der Gestaltung der Kommunalpolitik in Dobersdorf-.

Es war mir immer Ehre und Verpflichtung zugleich, mich für das Wohl unserer schönen Gemeinde
Dobersdorf einzusetzen. Die CDU hat in den vergangenen 50 Jahren maßgeblich mit ihren Gemeindevertretern die Entwicklung Dobersdorfs geprägt und gestaltet. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch besonders an unseren langjährigen ehemaligen Bürgermeister Karl Jaques erinnern.

18 Jahre habe ich als ehrenamtliche Bürgermeisterin für unsere Gemeinde gearbeitet.

Heute möchte ich noch einmal zurückschauen auf die Themen, die wir in dieser Zeit auf den Weg
gebracht haben und einige nochmals in Erinnerung rufen:

- Der Bau des Radweges von Lilienthal bis Probsteierhagen, der nur mit großer Anstrengung verwirklichtwerden konnte. Das war damals nicht einfach, denn Dobersdorf stand auf der  Prioritätenliste des Kreises weiter hinten. Mein Dank geht an meinen Mann, der sich im Kreistag sehr für die Umsetzung dieses wichtigen Projektes eingesetzt hat, das dann endlich in Angriff genommen werden konnte.

- Die energetische Sanierung des Rentnerwohnheimes in Lilienthal.

- Der Erhalt des Freibades in Lilienthal durch Übergabe der Aufgabe an den neu gegründeten
Schwimmbadverein Wasserlilien mit der Zusage der Gemeinde zur Unterstützung seiner Arbeit bei finanziellen Engpässen.

- Die Übertragung der Aufgabe der Schmutzwasserversorgung an den ZVO und dadurch erreichte
Gebührenstabilität für unsere Bürger.

- Ein neues Löschfahrzeug für unsere Feuerwehr und eine gute technische Ausstattung.

- Umfangreiche ehrenamtlich durchgeführte Baumaßnahmen unter der Leitung unseres Bauausschussvorsitzenden Günter Wiegert (CDU-Fraktion), dazu gehören u.a. der Bau der Badeinsel und des Badesteges am Dobersdorfer See, der Neubau der Jabek-Brücke auf dem Wanderweg Richtung Schlesen, der Bau der Pergola an der Karl-Jaques- Halle in Tökendorf, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED , der Umbau der sanitären Anlagen in der Alten Schule und die Beleuchtung der Bushaltestellen mit LED zur besseren Verkehrssicherheit für unsere Fahrschüler. Allein durch diesen ehrenamtlichen Einsatz hat die Gemeinde sehr viel Geld sparen können.

- Die Zusammenlegung unserer beiden Kindertagesstätten in Tökendorf - jetzt mit Namen TöDoLi und
der Trägerwechsel vom Elternverein zur AWO, der zu einer deutlichen Verbesserung der Arbeitsabläufe
in der KiTa geführt hat.

- Die Nutzung der Alten Schule als Bürgerbegegnungsstätte, die nur durch die Standortverlegung des Kindergartens nach Tökendorf möglich werden konnte.

- Die Verbesserung der Internetanbindung in unserer Gemeinde durch Ausbau der Kabelverzweiger.
Seit fast 6 Jahren haben wir durch die Zusammenarbeit mit der Telekom eine gute Internetanbindung
in unseren Ortslagen von bis zu 100mbits, lange bevor andere Gemeinden initiativ wurden.

- Die Bauleitplanung konnte weiterentwickelt werden mit dem Ziel, neue Baugebiete zu erschließen.
Grundlage hierfür ist das Innenbereichsgutachten, das von der Gemeinde in Auftrag gegeben worden war. Kleinere Baugebiete wurden bereits erschlossen.

- Ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit vielen gut besuchten und erfolgreichen Veranstaltungen
unter Leitung unserer Kultur- und Sozialausschussvorsitzenden Hanne Schlapkohl (CDU-Fraktion). Besonders zu erwähnen: die beliebten Weihnachtskonzerte mit dem PTSV- Blasorchester oder unsere Reiseaktivitäten unter dem Motto „Dobersdorf on Tour“.

- Auch die Förderung des Sports einschließlich der dort geleisteten engagierten Jugendarbeit war für mich immer ein wichtiges Anliegen. Die Arbeit des Dobersdorfer SV habe ich gerne unterstützt. Mein besonderer Dank geht an Dieter von Borstel (CDU-Fraktion), der sich seit Jahrzehnten in vorbildlicher Weise im Sportverein engagiert und mit seinen Sportsfreunden die Anlage des Sportvereins gebaut, weiterentwickelt und gepflegt hat und der auch sonst für die Gemeinde mit seiner Kompetenz gerade auch in Bauangelegenheiten immer ein wichtiger Berater und Initiator war.

- Die Homepage der Gemeinde, die immer aktuell ist und alle wichtigen Informationen über die
Gemeinde einschließlich ihrer Vereine und Verbände enthält.

- Das Thema der Erdgasversorgung in Lilienthal habe ich durch intensive Verhandlungen mit den
Stadtwerken Kiel vorangebracht. Mehr als die Hälfte der Hauseigentümer haben sich in der vor
einigen Wochen erfolgten Interessensbekundung positiv hierzu geäußert, so dass die  Voraussetzungen für den baldigen Bau nach meiner Einschätzung jetzt gegeben sind.

Dies soll nur eine kleine Auswahl der Projekte sein, die wir in den vergangenen 18 Jahren umgesetzt
haben und die maßgeblich die Handschrift der CDU tragen.

Ich war gerne Bürgermeisterin unserer Gemeinde und immer ansprechbar für die Anliegen und Wünsche unserer Bürger. Diese Zeit werde ich in sehr guter Erinnerung behalten. Ich habe viel erlebt und dabei auch vieles gelernt.

Zum Abschluss meiner ehrenamtlichen Tätigkeit möchte ich Dank sagen:

- Den Mitarbeitern unserer Gemeinde für die Erfüllung der vielfältigen Aufgaben zur Erhaltung und Pflege unserer Einrichtungen. Thomas Strelau und sein Bauhof-Team halten unsere Gemeinde sehr gut in Ordnung. Oft wurde mir auch von unseren Nachbarn aus den umliegenden Gemeinden bekundet, wie gepflegt unsere Gemeinde sei.

- Den Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr, die einen besonderen und ganz wichtigen
Dienst für uns alle leisten, allen voran Gemeindewehrführer Georg Ocklenburg, der in einer schwierigen Zeit vor vier Jahren auf meine Bitte hin die Wehrführung nochmals übernommen hat.

- Den MitarbeiterInnen unserer KiTa TöDoLi, die auch in den zuweilen turbulenten Zeiten des Umzugs nach Tökendorf und des Trägerwechsels nie ihren Humor verloren haben und stets eng und vertrauensvoll mit der Gemeinde zusammengearbeitet haben zum Wohle unserer jüngsten Einwohner.

- Dem DRK, das neben seinen karitativen Aufgaben der Gemeinde immer hilfreich zur Seite stand.

- Den Vereinen und Verbänden mit ihren vielfältigen Aktivitäten.

- Der Amtsverwaltung des Amtes Selent-Schlesen und besonders unserem Kämmerer Jens Schidlowski, der meine Arbeit in all den Jahren mit Rat und Tat positiv begleitet hat.

- Ich danke den Mitgliedern der Gemeindevertretung, aber ganz besonders meinen politischen
Weggefährten der CDU-Fraktion. Mit ihrer Unterstützung haben wir viel für Dobersdorf erreicht und umgesetzt. Das wird bleiben.

- Und unvergessen bleibt mir die großartige Unterstützung der Helferinnen, die ich immer ansprechen
konnte und die durch ihren unermüdlichen Einsatz viele schöne Veranstaltungen erst möglich gemacht haben.

Mit Dankbarkeit schaue ich auch auf viele Feste und Jubiläen zurück, die für mich mit wertvollen Gesprächen und interessanten Begegnungen verbunden waren.

18 Jahre im Amt als Bürgermeisterin ist eine lange Zeit. Sie war spannend, zeitaufwendig, manchmal
auch strapaziös, aber es hat mir immer große Freude gemacht und Ehre bedeutet, mich für unsere Gemeinde einzusetzen.

Ich bedanke mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für das in all den Jahren entgegengebrachte
Vertrauen. Bei allen Wahlen zur Gemeindevertretung, bei denen ich als Kandidatin der CDU für das Amt der Bürgermeisterin nominiert worden war, bin ich mit dem besten Stimmergebnis aller Bewerber zur Gemeindevertretung gewählt worden. Auch bei der letzten Wahl. Darüber habe ich mich sehr gefreut und dies immer auch als Wertschätzung meiner Arbeit angesehen.

Nun beginnt eine neue Wahlzeit in Dobersdorf. Sie werden sicherlich verstehen, dass ich mein Mandat als Mitglied der Gemeindevertretung unter diesen Umständen nicht annehmen werde.

Der Gemeindevertretung Dobersdorf wünsche ich viel Erfolg bei den anstehenden Aufgaben.

Ich verabschiede mich von Ihnen als Bürgermeisterin mit den besten Wünschen für Sie und alle
Bürgerinnen und Bürger.

 
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