< Neue Glocke in Dobersdorf mit Umtrunk begrüßt
24.11.2017 08:08 Alter: 20 Tag(e)
Kategorie: Presse
Von: Anne Gothsch

Für den Glockenturm fließen Spenden

Dobersdorf zählt zurzeit 7700 Euro - Gemeindevertreter stimmen Beteiligung an Hallenschwimmbad in der region zu


Die neue Dobersdorfer Glocke soll ihren Platz auf einem noch zu errichtenden Holzturm neben der Karl-Jaques-Halle finden. Foto: Anne Gothsch

Kieler Nachrichten - Ostholsteiner Zeitung vom 23.11.2017

DOBERSDORF. Die Dobersdorfer Gemeindevertreter haben auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, sich am angedachten Neubau eines Hallenschwimmbads für die Region zu beteiligen. "Wir wollen damit ein Signal geben und fühlen uns unserer solidarischen Verantwortung verpflichtet. Allerdings werden wir das Projekt nur dann finanziell unterstützen, wenn sich der Kreis und das Land ebenfalls in nennenswerter Höhe beteiligen und es außerdem einmal pro Tag eine Busverbindung zur Schwimmhalle gibt", betonteBürgermeisterin Gabriele Kalinka.

Die Zahl der potenziellen Schwimrnhallen- Besucher könnte sich in den nächsten Jahren noch erhöhen, denn Dobersdorf ebnet mit einem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan im Bereich nördlich des Schleser Weges und östlich der K 31 im Ortsteil Tökendorf den Weg für eine Erschließung von 14 bis 16 Baugrundstücken.

Nach einstimmigem Beschluss soll die gebraucht erworbene Glocke, die eine Abordnung aus der Gemeinde vor knapp zwei Wochen aus Nordrhein-Westfalen geholt hatte (wir berichteten) neben der Karl-Jaques-Halle auf einen noch zu bauenden Holzturm installiert werden. Da dieses Vorhaben ausschließlich über Spenden finanziert und durch freiwillige Eigenleistungen ermöglicht werden soll, konnte die Bürgermeisterin mit besonderer Freude verkünden, dass sich die Spendensumme seit dem "Glockenumtrunk " um weitere rund 1000 Euro auf nunmehr 7700 Euro erhöht hat.

Die zum Jahresende auslaufende Gaskonzession an die Stadtwerke Kiel für die Ortsteile Lihenthal und Tökendorf wird verlängert.

Was den Haushaltsplan für 2017 betrifft, sieht es weniger gut aus. Im Moment klafft eine Deckungslücke von rund 56 300 Euro. "Wie in den meisten anderen Gemeinden ist dieser Fehlbetrag vor allem auf die gestiegenen Kosten für Schulbildung und Kinderbetreuung zurückzuführen", erläuterte Gabriele Kalinka. Auch die notwendige Komplettsanierung einer gemeindeeigenen Wohnung im Rentnerwohnheim habe mehr gekostet als ursprünglich geplant. Aus der allgemeinen Rücklage könne die Lücke nicht geschlossen werden, denn die sei aufgebraucht. Dennoch hofft die Gemeinde,
den Fehlbetrag im nächsten Jahr ausgleichen zu können. "Auf jeden Fall geht die Tendenz in die falsche Richtung. Wie auch andere Gemeinden fühlen wir uns von Land und Kreis mit den Kita- und Schukosten alleingelassen ", sagte Kalinka und bekräftigte die Forderung nach einer Senkung der Kreisurnlage.


 
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